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Zillertalbahn 2014
Eine Schmalspurbahn im Wandel der Zeit

von Georg Fuchshuber

Der Infrastruktur-Ausbau für den 30-Minuten-Takt steht vor dem Abschluss
Die Zillertalbahn ist erfolgreich. Das neue Fahrplanmodell mit zwei Zugfahrten je Stunde und Richtung im Personenverkehr, welches seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 gefahren wird, kommt bei den Fahrgästen sehr gut an. 16 % Steigerung auf der Schiene ist ein sehr erfreuliches Ergebnis und bestätigt die Akzeptanz der Ausbaumaßnahmen zur Einführung des 30-Minuten- Taktes. Zusätzlich zum dichten Personenverkehr werden noch nostalgische Dampfzugfahrten durchgeführt und ein umfangreicher Güterverkehr auf schmaler Spur abgewickelt. Neben den zweigleisigen Abschnitten von Ramsau nach Zell am Ziller und von Kaltenbach nach Angererbach wurde auch ein neues elektronisches Zugleitsystem installiert. Das dynamische Fahrgastinformationssystem ist ebenfalls an allen Bahnhöfen und Haltestellen in Betrieb und informiert die Fahrgäste sogar in Echtzeit über den aktuellen Zugverkehr und mit der jeweiligen Fahrplanzeit auch über Anschlussverkehrsmittel. Mittlerweile werden zwei Millionen Fahrgäste pro Jahr mit den Zügen der Zillertalbahn befördert. Interessant ist, dass sich der Schifahrer-Verkehr in den letzten Jahren sogar verdoppelt hat.

Nunmehr stehen die Abschluss-Arbeiten zum Infrastruktur-Ausbau für den 30-Minuten-Takt an. Der noch fehlende zweigleisige Abschnitt von der Haltestelle Angererbach zum Bahnhof Aschau wird im Sommer 2010 ausgeschrieben, ab Herbst 2010 gebaut und im Sommer 2011 in Betrieb gehen. Mit diesem Lückenschluss wird der Fahrplan noch stabiler und ist dann auch für eine verbesserte Verknüpfung mit Anschluss-Bussen geeignet.Wie bereits im Abschnitt vom Bahnhof Kaltenbach nach Angererbach wird parallel zum Bahnbau auch die Landesstraße verlegt und neu gebaut. Die Landesstraßenverwaltung setzt damit die bewährte Zusammenarbeit mit der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG beim Infrastruktur- Ausbau fort.

Der Bus-Terminal am Bahnhof Jenbach wird zügig weitergebaut. Der Fußgängertunnel aus dem Bahnhof Jenbach samt Unterführung und Neu-Ordnung der schmalspurigen Gleise der Zillertalbahn ist fertig. Nunmehr wird intensiv an den Busverkehrsflächen samt den zugehörigen Bus-Steigen gearbeitet. Nach Installation des dynamischen Fahrgastinformationssystems kann der neue Nahverkehrsknotenpunkt in Jenbach in Betrieb gehen.
 

Ab der Haltestelle Angererbach bis zum Bahnhof Aschau wird das zweite Gleis gebaut.

Foto: VVT

Im Rahmen des Verkehrskonzeptes für das Zillertal sind noch Haltestellen bei der EK Horbergbahn und in Zell am Ziller beim Museum und beim Sparmarkt vorgesehen. Der südliche Kopf des Bahnhofes Ramsau-Hippach sollte beiderseits der Eisenbahnkreuzung mit einer Doppelhaltestelle für eine verbesserte Bus-Anbindung versehen werden. Auch im Bereich des Bahnhofes Kaltenbach ist geplant, die Straßenflächen und die Eisenbahnanlage neu zu ordnen.

„Zillertal 2014“
heißt die nächste Herausforderung für die ZVB-AG

Die steigenden Beförderungszahlen führen bei der Schmalspurbahn auch zu neuen Herausforderungen. Mit ca. 4.000 Einund Aussteigern – z. B. in der Wintersaison – ist der Bahnhof Mayrhofen auch mit Bahnhöfen im Inntal oder auf der Brenner-Achse vergleichbar. Die Gleisanlagen sind allerdings zu eng, und der Busbahnhof ist zu klein. Die Hälfte der Ein- und Aussteiger will dabei zu den beiden Mayrhofner Bergbahnen, das sind die Penken- und die Ahornbahn. Um die Verkehrssituation zu entschärfen – unmittelbar am Bahnhof führt die Zillertalstraße vorbei –, wurde nunmehr das Vorhaben der Zillertalbahn, der Mayrhofner Bergbahnen und des Verkehrsverbundes Tirol (VVT) unter der Patronanz des Planungsverbandes aller Zillertaler Gemeinden mit deren Obmann LAbg. Josef Geisler präsentiert. Die Zillertalbahn soll über den Bahnhof Mayrhofen hinaus entlang dem Ziller über die neue Haltestelle „Mayrhofen Markt – Penkenbahn“ bis zum neuen Endbahnhof „Mayrhofen Ahornbahn“ verlängert werden. Die Mayrhofner Bergbahnen werden ihre Seilbahnstationen mit den neuen Eisenbahnhaltestellen zu multifunktionalen Verkehrsstationen zusammenfassen. Von den zukünftigen Bahnsteigen kann der Fahrgast dann z. B. mit Rolltreppen barrierefrei direkt die Stationshalle erreichen und von dort entweder in den Ort gehen oder eben zu den Gondeln gelangen. Neben den Seilbahn-Investitionen werden die Mayrhofner Bergbahnen auch zum Eisenbahnprojekt einen beachtlichen Beitrag leisten.

Maßnahmen des Wasserbaus, der Landesstraßenverwaltung, der Mayrhofner Bergbahnen AG und der Zillertalbahn fallen im Streckenabschnitt zwischen dem Bahnhof Mayrhofen und der Talstation der Ahornbahn zusammen. Um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen und alle Synergien zu nutzen, planen alle Beteiligten eine gemeinsame Vorgangsweise. Da eine derartige Investition Planungssicherheit braucht, wurde mit Regierungs- und Landtagsbeschluss die Genehmigung erteilt, dass die Verkehrsverbund Tirol GmbH den Verkehrsdienste-Vertrag mit der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG vorzeitig verlängern und auf die neue Verkehrsführung der Zillertalbahn ausrichten kann, um auf dieser Basis auch zusätzliches Rollmaterial für die Zillertalbahn zu beschaffen.
 

In die Talstation der Penkenbahn wird die neue Haltestelle „Mayrhofen Markt – Penkenbahn“ integriert.

Foto: VVT

Das Projekt beginnt im Sommer 2010 mit einer Medienpräsentation und einem umfangreichen Dialog mit Betroffenen,Meinungsbildnern und Interessierten im Zillertal. Bis Herbst 2010 wird eine Studie über das Vorhaben existieren, um hernach die Eisen- und Seilbahnplanung zu beginnen. Im Rahmen dieser Planungsmaßnahme wird neben der Eisenbahnverlängerung auch die verkehrliche und infrastrukturelle Auswirkung auf die Bestandsstrecke untersucht. Der Bau soll dann so zeitgerecht starten, dass mit Fahrplanwechsel im Dezember 2014 – also zum Abschluss des 7. Mittelfristigen Investitionsprogramms – die neue Verkehrslösung für Mayrhofen starten kann. Die Zillertaler Verkehrsbetriebe AG hat mit der Beschaffung des Rollmaterials jedenfalls begonnen. Mit der geplanten Inbetriebnahme des neuen Streckenabschnittes im Dezember 2014 geht die Ära des Bahnhofes Mayrhofen als Endbahnhof der Zillertalbahn zu Ende und wird dieser zur Durchgangsstation. Jedenfalls verbleiben wird dort die Verknüpfung zu den Regionalbussen nach Brandberg, Zillergrund, Schlegeis, Hintertux, Gerlos und in Richtung Schwaz.

 

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