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Herausforderung – nicht nur für Fußballer

REGIONALE SCHIENEN THEMA SPEZIAL
koordiniert von Christa Schlager

Die Fußball-Europameisterschaft EURO 2008 ist zweifellos das
größte Sportereignis, das in Österreich und in der Schweiz je stattgefunden hat. Fußballmannschaften und ihre Fans fiebern diesem Ereignis entgegen. Aber nicht nur sie. Auch jene, für die die Europameisterschaften kein „Spiel“ sind. Für die es aber trotzdem um Sieg oder Niederlage geht. Wie können die Organisatoren und Verkehrsbetriebe der Herausforderung Herr werden, Millionen von
Menschen von und zu den Spielen und Event-Plätzen zu befördern,
ohne Verkehrskollaps, mit möglichst wenig Belastung für die Anrainer? Lesen Sie hier im „Thema“ wie sich die österreichischen
Austragungsstädte Wien, Innsbruck, Klagenfurt und Salzburg vorbereiten. Ebenso, wie sich ÖBB, SBB und Verkehrsbetriebe rüsten. Auch die Anrainer zittern dem Ereignis entgegen.


80 % aller Besucher werden laut Plan in der Schweiz mit dem
Öffentlichen Verkehr anreisen – Wie das auch in Salzburg funktionieren könnte, zeigen wir ob die Verkehrslösungen im Beitrag von Dr. Günther Penetzdorfer auf.

Wir hoffen jedenfalls auf einen Sieg – nicht nur für die österreichische Fußballmannschaft!!
 

Salzburg | Tirol | Wien | Kärnten | Schweiz


Dr. Günter PENETZDORFER:
Alle kommen mit Bahn und Bus
Das ideale Konzept für Salzburg

Al Gore erklärt es in seiner Klimaschutzkampagne eindrucksvoll  der gesamten Welt. Al Pacino zieht mit dieser Botschaft neuerdings durch die Länder. Angelika Merkel hat es zu einem ihrer  politischen Ziele erklärt. Papst Benedikt XVI predigt es mittlerweile  zu verschiedenen Anlässen. Wir alle wissen es, und die meisten stellen ihre Verantwortung dazu außer Frage. Das nachfolgende  Beispiel einer umweltschonenden Verkehrsabwicklung einer Sportgroßveranstaltung im EM Stadion Wals zeigt, wie wir  durch Organisation und Verhaltensänderung CO2 einsparen können. Zudem spart es Geld in der eigenen Geldtasche. Eigentlich spricht nichts dagegen,und doch ist es offensichtlich sehr schwer, eine Veränderung im Verhalten durchzusetzen.

Das Zonensystem
Erfahrungsgemäß kommen die Zuschauer aus drei Entfernungszonen. Direkt aus dem Stadtgebiet Salzburg, weiters aus dem Eu-Regio Raum Salzburg – Berchtesgadener Land und darüber hinaus aus den entfernten Regionen, insbesondere in Abhängigkeit zu den Spielmannschaften.

Das umweltfreundliche und verlässliche System
Für eine umweltschonende Verkehrslösung stehen den Zuschauern Reisebusse, Regional-, Stadt- und Albusse sowie die S-Bahn Salzburg und Sonderzüge zur Verfügung. Ein Teil der Besucher wird auch zu Fuß und mit dem Fahrrad zum Stadion kommen. Durch ein intensives Verkehrsangebot können sie sich auf das Verkehrssystem verlassen. Eine genau abgestimmte Organisation und Verkehrsinfrastruktur garantieren ihm binnen einer Stunde genügend Plätze in den Bussen und Zügen für die An- und Abreise zum bzw. vom Stadion. Die Zuschauer erreichen das Stadion staufrei in kurzer Zeit.

Das kostengünstige System
Die Attraktivität eines öffentlichen Verkehrssystems garantiert dem Stadionbesucher keine oder nur geringere Fahrtkosten. Er besitzt eine Eintrittskarte und kann damit am Spieltag alle Regional-, Stadt- und Albusse sowie die S-Bahn Salzburg in der Zone 1 und 2 frei benützen. Für die Reisebusse und Sonderzüge gelten Sondertarife. Diese Kombitickets liegen preislich unter den PKW-Fahrkosten.

Die Finanzierung des Systems
Die Finanzierung der notwendigen zusätzlichen öffentlichen Verkehrsleistungen erfolgt durch die Stadionbetreibergesellschaft, die Nutzer des Stadions und die Gebietskörperschaften des Landes und die Gemeinde Wals.

Die Straßenorganisation
Alle Fußwege in Stadionnähe sind straßenkreuzungsfrei angelegt. Dadurch werden Behinderungen zwischen den Fußgängern und den intensiven Busverkehren unterbunden. Durch spezielle Busspuren im Nahbereich des Stadions wird die freie Fahrt der Busse garantiert. Die Reisebusse und Regionalbusse fahren auf der Autobahn A 1 zu und ab.

Die Organisation der S-Bahn Salzburg und der Sonderzüge
Bis zur Fertigstellung der S-Bahn Salzburg wird ein Shuttlebetrieb im Zehn-Minuten-Takt vom Hauptbahnhof nach Freilassing in beiden Fahrtrichtungen eine Leistungsfähigkeit von 12.000 Zuschauern pro Stunde erbringen. Die Linien S2 und S3 werden im Bereich ab Salzburg Hbf und Freilassing jeweils im 30-Minutenintervall fahren. Sie werden, soweit es die Bahninfrastruktur erlaubt, teilweise direkt in die Zone 2 durchgebunden. Mit Sonderzügen aus Wien, Innsbruck, München, Klagenfurt und Graz gelangen die Zuschauer bis zu den Umsteigestellen am Salzburger Hbf bzw. nach Freilassing.

Nach Fertigstellung des Salzburger Hauptbahnhofes und des dritten Gleises nach Freilassing werden alle S-Bahn Züge der Linie S2 und S3 im 30-Minuten-Takt durchgebunden und somit 6.400 Zuschauer pro Stunde direkt zur Haltestelle bringen. Weitere vier Sonderzüge können 3.500 Zuschauer direkt zur Haltestelle „Salzburg-Taxham-Europark“ befördern.

Die Salzburger S-Bahn Linie S2 von Straßwalchen bzw. Attnang-Puchheim nach Freilassing und die Linie S3 von Schwarzach - St. Veit nach Berchtesgaden bedienen 55 Haltestellen in den Zonen 1, 2 und 3 mit ca. 2.000 Park & Ride-Plätzen und mehreren Regionalbusanbindungen. Durch die zusätzlichen sieben neuen städtischen Haltestellen wird eine attraktive schnelle Verbindung auch direkt aus der Stadt Salzburg zum Stadion möglich.

Die Organisation in der Stadt (Obus- und Autobuslinien)
Die Stadtbuslinie 1 und die Albuslinien 20 und 28 bedienen ca.100 Haltestellen in der Zone 1,dem Stadtgebiet Salzburg. Im Zeitraum einer Stunde vor Spielbeginn und einer Stunde nach Spielende fahren die Linien 1 und 20 im Zehn-Minuten-Takt. Die Linie 28 wird in diesem Zeitraum auf einen Fünf-Minuten-Takt verdichtet. Zusätzliche können Verstärkerbusse vom Stadion bis zum Hanuschplatz eingesetzt werden. Damit erreichen und verlassen ca. 3.000 Zuschauer das Stadion.

Die Organisation der Regionalbusse
Die Regionalbuslinie 270 von Berndorf nach Innergebirg wird im Zentralraum von Eugendorf nach Golling vorrangig auf der A 1 und A 10 geführt. Das Intervall der Regionalbuslinie kann eine Stunde vor Spielbeginn und nach Spielende auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet werden. Damit können mehr als 1.000 Zuschauer das

Stadion erreichen und wieder verlassen. Diese Buslinie bedient in der Zone 2 ca. 40 Haltestellen mit ca. 500 Park & Ride-Plätzen.

Nach Fertigstellung des Autobahnknotens Hagenau und der neuen Schillerstraße werden die Regionalbuslinien 120 von Mattsee, 130 von Straßwalchen, 140 von Mondsee, 150 von Bad Ischl, 170 von Hallein über Niederalm sowie 840 von Berchtesgaden, 180 von Bad Reichenhall und 260 von Lofer vom Salzburger Hauptbahnhof direkt zum Stadion verlängert. Diese Buslinien bedienen in der Zone 2 mehr als 250 Haltestellen mit ca. 1.000 Park & Ride-Plätzen. Das Intervall der Regionalbuslinien wird eine Stunde vor Spielbeginn und nach Spielende auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet. Damit können 3.800 Zuschauer das Stadion erreichen und wieder verlassen.

Während der EM 2008 werden 2.000 Messe-Park & Ride-Plätze zur Verfügung stehen. Ein leistungsfähiges Shuttlebussystem kann binnen einer Stunde ca. 4.000 Zuschauer zum Stadion bringen.

Die Organisation der Reisebusse
Mit 200 Reisebussen können 10.000 Zuschauer aus den drei Entfernungszonen zum Walser Stadion gelangen. Die Parkflächen in Stadionnähe sind mit einem Orientierungssystem ausgestattet. Die Stellordnung der Reisebusse ist genau definiert, so daß die Reisebusbenützer ihren Bus nach Spielende leicht wieder finden können.

Die Organisation für Fahrradfahrer und Fußgänger
Im Stadionbereich werden 2.000 Fahrradabstellmöglichkeiten geschaffen. Es ist damit zu rechnen, dass 2.000 Zuschauer aus der Umgebung direkt zu Fuß zum Stadion gehen.

Die Organisation der VIP-Parkplätze
Akkreditierten Personen stehen 500 reservierte Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Stadions zur Verfügung. Bei einer Besetzung eines PKW's mit 4 Personen können damit 2.000 Personen zum Stadion gelangen.

Initiative für den öffentlichen Verkehr
Das beschriebene Verkehrsangebot schont nicht nur unsere Umwelt, sondern fördert auch die Attraktivität des Öffentlichen Verkehrsangebotes, vor allem durch die Schaffung neuer Park & Ride- Plätze direkt an den Bus- und Bahnhaltestellen in den Zonen 2 und 3. Die dafür notwendigen Geldmittel können an Stelle einer aufwendigen Straßen- und Parkplatzinfrastruktur direkt am Stadion besser und sinnvoll für den Ausbau der Park & Ride-Plätze an Haltestellen in der Zone 2 verwendet werden.
 

Anreiner am Wort

Wo ist das funktionierende Verkehrskonzept?

Wenn seitens der Betreiber des Stadions ständig behauptet wird, dass ein „funktionierendes Verkehrskonzept“ vorhanden sei, so kann man dem aus Anrainersicht nur entgegenhalten, dass es bisher noch kein Spiel gab, bei dem dieses Verkehrskonzept funktioniert hat.

Bisher wurden noch bei jedem Spiel die Geh- und Radwege rund um das Stadion mit Besucherautos total verparkt. Ebenso wird im Landschaftsschutzgebiet „Kleßheimer Allee“ und hinter dem Schloss Kleßheim wild geparkt, und sogar im Schlosspark stellen manche Stadion-Besucher ihre Autos ab.



Das Verkehrskonzept geht außerdem davon aus, dass ein gewisser Anteil von Besuchern mit dem Fahrrad anreisen wird – jedoch, durchgehende Radwege von der Stadt bis zum Stadion gibt es bisher nicht!

Bei der Anreise mit der S-Bahn sind die Fußwege von der S-Bahn-Station zum Stadion viel zu schmal und führen teilweise ohne Fußgänger-Überwege über stark frequentierte Straßen, was sicher zu Unfällen führen wird.

Bei dem Spiel gegen Arsenal wurde mit erheblichem Polizeieinsatz und mit einer Sperre des Gebietes Kleßheimer Allee ab Martin-Luther- Platz, Josef-Madersperger-Straße, Josef-Ressel-Straße und Etrichstraße das Zuparken der Wohngebiete im Zentrum von Taxham verhindert. Die Autos wurden dafür in den Wohngebieten vor der Sperre (in Taxham, Maxglan, Liefering und im Bereich zwischen Siezenheimer Strasse und Klessheimer Allee) abgestellt. Somit wurde das Parkproblem nur verdrängt, keinesfalls aber gelöst.

Für das erweiterte Stadion mit 31.500 Sitzplätzen sind im Verkehrskonzept auch Parkplätze im Bereich der Schwarzenberg-Kaserne vorgesehen. Diese stehen aber nur noch heuer zur Verfügung. Die Aussagen des Landeshauptfrau-Stellvertreters („Dann werden wir geeignete Lösungen finden“), glauben die Anrainer nicht, da sie bisher schon zu oft im Regen stehen gelassen wurden. Über den Rückbau des Stadions nach der EM 2008 auf 16.000 Sitzplätze gibt es sogar einen gültigen Regierungsbeschluss, der von genau diesem Herrn ohne Weiteres, und ohne ein wirklich funktionierendes Verkehrskonzept zu haben, mit einem Wisch vom Tisch gefegt werden soll. Da die negativen Auswirkungen eines kleineren Stadions, geringer sind als die des erweiterten Stadions bestehen die Anrainer nach wie vor auf dem versprochenen Rückbau des Stadions.

In Anbetracht der CO2-Belastung (Salzburg ist angeblich das schlechteste Bundesland hinsichtlich der CO2-Bilanz) wird immer wieder auf die durch den individuellen Personenverkehr verursachten Belastungen hingewiesen. Bei dem Verkehrskonzept der Veranstalter wird auf diesen Umstand in keiner Weise Rücksicht genommen, vielmehr wird immer von ausreichend vielen Parkplätzen gesprochen,was zu Fahrten mit dem PKW verleitet.

In den bereits jetzt stark verkehrsbelasteten Stadtbereichen Taxham/ Maxglan/Liefering durch Autobahn, Europark, Ikea, Kaindl und die Gewerbebetriebe in Siezenheim kann ein vernünftiges Verkehrskonzept nur lauten: „Weg vom privaten PKW-Verkehrsaufkommen und hin zu Fahrten mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln Bahn und Bus“!

Kurt SCHMIDINGER, betroffener Anrainer aus Taxham
 


 

SALZBURG

Rene ZUMTOBEL – Österreichische Bundesbahnen ÖBB
Salzburg aufgerüstet
Host City Salzburg – Mehr Züge und 1.500 zusätzliche Postbusfahrten

Das EM Stadion in Salzburg ist Schauplatz für drei Spiele der Euro 2008, und mit dem Griechischen Team von Otto Rehagel sowie Spanien, Russland und Schweden treffen interessante Mannschaften aufeinander. Doch nicht nur an den Spieltagen wird die Landeshauptstadt gestürmt, denn Fanmeilen und Großbildleinwände sind ein dauernder Publikumsmagnet. Angenehme und durchgehende Mobilität mit Bus und Bahn sind das Rückgrat für zufriedene Fans bei Großveranstaltungen. Mit rund 380 Verstärkerzügen auf der Schiene und über 1.500 Postbusfahrten stellen die ÖBB in Salzburg ein Mobilitätsangebot, das es in dieser Größenordnung noch nie gab. Die moderne Haltestelle „Salzburg Taxham – Europark“, in unmittelbarer Stadionnähe gelegen, wird während der Spieltage zum „Hauptbahnhof der Fans“. Im Zehn- Minuten-Takt werden die Talentzüge vom Salzburger Hbf sowie aus Freilassing für angenehme und staufreie Mobilität sorgen.

Sonderzüge aus allen Landesteilen – Zehn-Minuten-Takt an Spieltagen
Dass Österreich bei den EU-Ländern zu den Top-Bahnnationen zählt, wollen wir auch bei der Euro 2008 beweisen. Bei einer Großveranstaltung in dieser Größenordnung ist auch ein Angebot erforderlich, das es noch nie gab. Mit 385 zusätzlichen Zügen während der 21 Tage der Euro 2008 werden die Schienen rund um Salzburg glühen. An den Spieltagen werden Sonderzüge aus Golling-Abtenau und Straßwalchen für eine gesicherte Anreise sorgen. Für die Rückfahrt stehen diese bis nach Attnang und Schwarzach zur Verfügung. Die S-Bahn zwischen dem Salzburger Hauptbahnhof und Freilassing wird an den Spieltagen im Zehn-Minuten-Takt die Fans aus ganz Europa zum Stadion bringen.Im Fernverkehr auf der Westbahnachse zwischen Wien – Salzburg – Innsbruck werden während der EURO rund 140 Fernverkehrszüge mehr auf Achse sein. Vorgezogene Wartungen bei den ÖBB Waggons und zusätzlich angemietetes Material aus Deutschland machen diesen Einsatz erst möglich. Nach den Spielen wird je ein Sonderzug nach Wien und Innsbruck (zweiter Spielort der Gruppe) auf Reisen gehen. Mobilität bis spät in die Nacht gibt es für Besucher der Fanmeilen und Veranstaltungen an allen Tagen der EM. Mit der Abfahrt um 01:00 Uhr ab Salzburg Hbf sind Nachtschwärmerzüge bis nach Attnang-Puchheim und Schwarzach-St. Veit geplant.

ÖBB Postbus in Salzburg mit Taktverdichtung bis spät in die Nacht
Doch nicht nur die Schiene, auch die ÖBB-Tochter Postbus spielt eine zentrale Rolle für die Abwicklung der Fantransporte rund um die Host City Salzburg.Mit rund 1.500 zusätzlichen Fahrten während der 21 EM-Tage im Juni werden Fans aus ganz Europa den Postbus als verlässlichen Partner erleben. Mit zusätzlichen Buskursen werden insbesondere die Linien aus dem Flach- und Tennengau von und nach Salzburg verstärkt. Eine Taktverdichtung im Linienverkehr ist ebenso geplant wie eine Verlängerung der Verkehrszeiten bis spät in die Nacht. Der ÖBB-Postbus stellt so die ideale Ergänzung zum umfassenden Schienenangebot dar. Gemeinsam sind Bus und Bahn „die Schlüsselspieler“ abseits des grünen Rasens.


Salzburger VerkehrsVerbund Ges.m.b.H.

Mit dem SVV zur EURO 2008
Am 7. Juni 2008 fällt der Startschuss zur EURO 2008. Der Salzburger Verkehrsverbund ist für dieses Großereignis gerüstet und dehnt sein Verkehrsangebot während der Europameisterschaft deutlich aus. Fußballbegeisterte können also getrost auf ihr Auto verzichten und die Spiele und public viewings mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen.

Verkehrsangebot Die Organisation des Verkehrs während der EURO 2008 besteht aus drei Komponenten:
• dem Shuttleverkehr, der von der Stadionerrichtungsgesellschaft organisiert wird.
• dem von der Stadt Salzburg organisierten, den Salzburgern sonst an Feiertagen und Wochenenden bekannten Nachtstern, der zum täglich verkehrenden Euro-Nachtstern umfunktioniert wird.
• den vom Salzburger Verkehrsverbund im Auftrag des Landes Salzburg bestellten sternförmig in die Region führenden Verkehren.

Das vom Salzburger Verkehrsverbund bestellte Angebot in die Region ist dabei folgendermaßen aufgebaut: Die Busse der Linien 21, 24, 25, 28, 120, 130, 140, 150, 170, 180 und 840 verkehren täglich bis 0:45 Uhr in Richtung Fürstenbrunn, Freilassing, Grödig, Siezenheim, Mattsee, Strasswalchen, Mondsee, St. Gilgen, Hallein und Bad Reichenhall. Die Züge der Linien S1, S2 und S3 bringen die Fußballfans bis 1:00 Uhr (Abfahrt Salzburg Hauptbahnhof) in Richtung Lamprechtshausen, Straßwalchen und Bischofshofen. Die zentrale Busabfahrtsstelle in der Stadt Salzburg befindet sich in der Griesgasse.

Matchkarte ist gleich Fahrschein Bei der EURO 2008 gilt das Matchticket insgesamt 36 Stunden als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel. Am Spieltag von 0–24 Uhr und am darauf folgenden Tag bis 12 Uhr Mittag. Mit dem Matchticket können sowohl die Fernverkehrszüge der ÖBB für die Anreise nach Salzburg als auch sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten SVV-Gebiet genutzt werden.


 

TIROL

Elmar RIZZOLI – Stadtgemeinde Innsbruck
EURO 2008 – Verkehrskonzept Innsbruck
Als erste Grundsatzentscheidung bei der Erstellung des Verkehrskonzeptes für Innsbruck wurde festgelegt, dass nach Möglichkeit alle Teilnehmer des MIV bereits vor den Stadtgrenzen auf entsprechenden Auffangparkplätzen abzufangen sind, da im Bereich des Tivoli-Stadions keine Parkplätze für diese Gruppe von Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stehen. Die vorhandenen und bei üblichen Veranstaltungen ausreichenden Parkplätze rund um das Stadion werden während der EURO 2008 für verschiedenste durch den Veranstalter UEFA betreute Personengruppen benötigt (VIP, Medien, Sponsoren etc.). Nach langer, eingehender Prüfung diverser Flächen rund um Innsbruck, welche als Parkflächen in Frage kamen, wurde die Entscheidung für Parkflächen im Industriegebiet von Zirl/Inzing sowie im Industriegebiet Hall-West gefällt. Beide Flächen zeichnen sich dadurch aus, dass sie in unmittelbarer Nähe zu Autobahnanschlüssen liegen (Zirl-West und Hall-West jeweils an der A12), dass sie mit relativ geringem Aufwand zu adaptieren sind und dass jeweils ein sinnvoller Shuttleverkehr nach Innsbruck möglich ist. In Zirl/Inzing stehen 4.000 Pkw- und 140 Busparkplätze, in Hall 1.000 Pkw-Parkplätze zur Verfügung. Von Zirl wird ein Shuttle-Verkehr mit Zügen (Zirl Bhf – Innsbruck Hbf), von Hall ein Busshuttle (Hall-West – Innsbruck-Mitte) eingerichtet. Aufgrund der Erfahrungen aus der EURO 2004 in Portugal und der WM 2006 in Deutschland sowie aufgrund des zu erwartenden Reiseverhaltens der Fans aus den in Innsbruck spielenden Nationen (Schweden, Spanien und Russland) sollen diese Parkplatzkapazitäten ausreichen. Die Fahrzeiten von den Auffangparkplätzen nach Innsbruck werden zwölf bzw. acht Minuten betragen.

Grundsätzlich wird für die Zeit der EURO 2008 voll auf den Öffentlichen Verkehr gesetzt. Sowohl im Stadtgebiet von Innsbruck als auch in der Region um Innsbruck wird das Angebot im Bereich des Öffentlichen Verkehrs durch Taktverdichtungen massiv angehoben. Eigene „EURO-Linien“ werden dabei nicht eingerichtet, sondern das bestehende Liniennetz soll attraktiviert werden. Dadurch erhofft man sich auch einen Nachhaltigkeitseffekt. Es wird auch besondere Angebote wie beispielsweise das „EURO-Ticket“ in Innsbruck geben. Dieses Ticket ermöglicht analog zum bundesweiten „Kombiticket“ freie Fahrt für alle städtischen Linien für 36 Stunden und wird E5,– kosten. Für die Region ist ein ähnliches Ticket in Planung.

Im innerstädtischen Bereich wird es zu Verkehrsbeschränkungen aufgrund der offiziellen Begleitveranstaltungen wie Fan-Meile (Innenstadt) und Fan-Zone (Public Viewing im Bergisel-Stadion) kommen. Diese sollen jedoch so gering wie möglich gehalten werden. In der Innenstadt werden dabei die Beschränkungen in zeitlicher Hinsicht mit den bewährten Regelungen hinsichtlich Lieferverkehr in den verkehrsberuhigten Innenstadtbereichen korrespondieren. Nachdem für die verschiedensten Zielgruppen die besten Fahrtrouten festgelegt worden waren, wurde ein spezielles Leitsystem entwickelt. Diese Leitsystem gliedert sich in die Bereiche Autobahn, Innsbruck-Land und Innsbruck-Stadt für den motorisierten Verkehr und in den Bereich Innsbruck-Stadt für den Fußgängerverkehr. Das Leitsystem wurde mit den anderen österreichischen Host-Cities abgestimmt und ist somit österreichweit einheitlich.

In den bisher beschriebenen Punkten ist das Verkehrskonzept bereits abgeschlossen, die Umsetzungsphase hat bereits begonnen.

Eine große Herausforderung wird der zu erwartende Flugverkehr darstellen. Aufgrund der nach Innsbruck zugelosten Nationen ist mit einem starken Charterverkehr zu rechnen. Am Flughafen Innsbruck wird für die EURO 2008 temporär ein zweites Terminal errichtet.

Rene ZUMTOBEL – Österreichische Bundesbahnen ÖBB
ÖBB bieten „Mobilität pur“ zur EURO 2008 in Tirol
Während Russland, Spanien und Schweden bei den Matches der Euro 2008 auf dem grünen Rasen im erweiterten Innsbrucker Tivolistadion um Tore und Siege kämpfen, wird der Innsbrucker Hauptbahnhof – nur einen Steinwurf entfernt – zur Mobilitätszentrale für die Tausenden Fans. Mit rund 230 Verstärkerzügen auf der Schiene und über 6.000 Postbusfahrten sind die ÖBB in Tirol für die Mobilität der Fans ein „Schlüsselspieler“.

Inntal S-Bahn als Rückgrat – Verstärkerzüge bis nach Mitternacht
Drei Spiele der Europameisterschaft 2008 werden am Innsbrucker Tivoli ausgetragen, und mit den Teams aus Russland, Schweden und Spanien wurden auch attraktive Mannschaften nach Tirol gelost. Zudem werden die Spanier in Neustift im Stubaital und das tschechische Team in Seefeld ihre Mannschaftszelte aufschlagen. Für die Mobilität der Fans haben die Verkehrsplaner von Schiene und Postbus in Tirol sehr gute Vorarbeit geleistet. Mit dem bestehenden Halbstunden-Takt auf der Inntalstrecke zwischen Telfs – Innsbruck – Hall ist seit Fahrplanwechsel im Dezember 2007 eine sehr gute Grundversorgung gewährleistet. Während der EURO vom 08. bis 29. Juni 2008 wird das Angebot auf allen Bahnstrecken spürbar erweitert. Sowohl ins Oberland bis nach Landeck, ins Wipptal bis zum Brenner, auf der Karwendelbahn bis nach Seefeld und ins Unterinntal bis nach Wörgl/Kufstein werden zusätzliche Züge bis um 01:30 Uhr verkehren. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofes Zirl (ca. 16 km von Innsbruck entfernt) wird ein Großparkplatz eingerichtet – von dort fahren an den Spieltagen die modernen Talentzüge im 15-Minuten- Takt nach Innsbruck. Für die Bedienung der normalerweise in der Nacht gesperrten Bahnstrecke nach Seefeld wird die Dienstzeit des Fahrdienstleiters um mehrere Stunden verlängert. In Summe werden 230 zusätzliche Nahverkehrszüge für die Mobilität der Fans rund um Innsbruck sorgen – zwei Stunden nach Abpfiff der Spiele werden zudem eigene Fernverkehrszüge nach Salzburg (der zweite Spielort dieser Gruppe) geführt.

Zentrale Rolle für den ÖBB-Postbus in Tirol – über 6.000 zusätzliche Fahrten
Doch nicht nur auf der Schiene, auch die ÖBB-Tochter Postbus spielt eine zentrale Rolle für die Abwicklung der Fantransporte. Mit rund 6.700 zusätzlichen Fahrten während der 21 Tage der EURO 2008 ist der Postbus der „Schlüsselspieler“ auf der Straße. Verstärkt mit zusätzlichen Buskursen werden insbesondere die Linien aus den Vorortgemeinden von und nach Innsbruck. Der Innsbrucker Hauptbahnhof mit dem angeschlossenen Busbahnhof ist auch hier die zentrale Drehscheibe. Der gemeinsam mit den IVB normalerweise an Wochenenden betriebene „Nightliner“ (Nachtbusverbindung in umliegende Gemeinden) wird während der gesamten EM durchgehend fahren. Um genügend Fahrzeuge zum Einsatz bringen zu können, wird der bestehende Fuhrpark von rund 270 Bussen durch Vorziehen von Neuanschaffungen erweitert. Zurückgreifen können die Experten der ÖBB-Postbus GmbH in Tirol auch auf die Ressourcen und Lenker der Skibusverkehre im Winter.
 


Die Begeisterung der Jugendlichen für die EURO 2008 ist gleichzeitig eine Chance sie für die Nutzung von Bahn und Bus zu gewinnen. Foto: ÖBB

Als Bundesland in dem der Tourismus eine zentrale Rolle spielt ist es für die ÖBB die wichtigste Aufgabe zu zeigen, dass auf den größten Mobilitätsanbieter gerade bei solchen Großveranstaltungen Verlass ist.„Mit Engagement zum Schlüsselspieler!“ lautet die Devise.


 

WIEN

Wiener Linien
UEFA EURO 2008TM – eine verkehrstechnische Herausforderung für Wien
„Die Verkehrsplaner sind zuversichtlich,dass einem Fußball-Fest nichts im Wege stehen wird. Die Wiener/-innen sind gesellige Menschen und feiern gerne.Viele treffen einander, um gemeinsam die Matches anzuschauen. Wir rechnen,dass die Fußballfans so vernünftig sind,die Öffis zu benutzen und das Auto stehen zu lassen. Außerdem ist die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Verkehrspolizei, Organisatoren der Fußballspiele und der Fanmeile, den Wiener Linien, den ÖBB und dem Flughafen so gut, dass aus verkehrspolitischer Sicht ein Fußball-Fest stattfinden kann“, ist Stadtrat Schicker überzeugt.

Öffentliche Verkehrsmittel sollen die Hauptzubringer werden
'Die EM in Wien kann wunderbar funktionieren, wenn der öffentliche Verkehr bevorzugt frequentiert wird. In Kooperation mit den Wiener Linien wird alles unternommen, um schnell, günstig und sicher durch Wien zu fahren. Die Intervalle werden verkürzt, um die Höchstkapazitäten mit der U-Bahn auszuschöpfen.“

Angebote der Stadt Wien für den öffentlichen Verkehr:
• Kombi-Ticket (EM-Ticket + Fahrschein): Das Ticket ermöglicht dem Besitzer die Nutzung des städtischen Verkehrs in einem Zeitraum von 36 Stunden, zusätzlich zum Stadionbesuch
• Fahrausweis (ohne EM-Ticket): attraktives Angebot der Österreichischen Bundesbahnen und der Wiener Linien
• „Welcome Points“: Informationsstellen für die Fußballfans auf den Bahnhöfen und am Flughafen

Verkehrskonzept Ernst-Happel-Stadion
Anreise zum Stadion

Generell wird nach drei Verkehrsgruppen unterschieden:
1) Individuell anreisende Besucher mittels PKW und Reisebussen. Dazu sind zwei beschilderte Zufahrtsrouten zum Ernst-Happel- Stadion geplant:

• von der Ostautobahn oder von der Donauufer Autobahn kommend, über die Südosttangente zum Handelskai und Stadion
• vom Zentrum kommend, über die Angerner Straße oder Praterstraße zum Praterstern, Ausstellungsstraße,Vorgartenstraße zum Stadion

2) In Wien und Umgebung nächtigende Fans, die mit öffentlichen Verkehrsmittel anreisen bzw. von den Bahnhöfen zum Stadion fahren
3) Besucher, die am Flughafen Wien-Schwechat landen (vor allem Charter-Flüge) und anschließend mit einem Bustransfer zum Stadion gebracht werden. Individuell Reisende können auch mit dem City Airport Train (CAT) in nur 16 Minuten Fahrzeit vom Flughafen Wien-Schwechat in das Stadtzentrum gelangen.

U2-Station „Stadion“ für Großveranstaltungen konzipiert
Die U-Bahn-Linie U2 mit der neuen Station „Stadion“ (Eröffnung Mai 2008) in unmittelbarer Nähe ist die beste Anreisemöglichkeit. Das Konzept für die U-Bahn-Station „Stadion“ ist eine Weltneuheit aus betriebstechnischer Sicht. Die Station ist mit drei Gleisen ausgestattet und zwei Mittelbahnsteigen konzipiert. Die Stadionbesucher erreichen die Bahnsteige über insgesamt acht Zugänge (vier an den Bahnsteigenden und vier weitere in der Mitte der Bahnsteige). Durch das Zusatzgleis wird es möglich, problemlos Verstärkerzüge einzusetzen und den Tausenden Stadionbesuchern das Aus- und Einsteigen so leicht wie möglich zu machen. Das Konzept für die Station wurde von den Wiener Linien gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Schul- und Sportstättenbau (ÖISS) entwickelt. Ein spezielles Leitsystem garantiert die Sicherheit der Fahrgäste vor bzw. in der Station und auf dem Bahnsteig.

Für den Zustrom der Fans ist auf der Linie U2 ein 3-4-Minuten-Intervall ab dem frühen Nachmittag geplant, kurzfristig (für die Abreise der Stadionbesucher) ist auch ein 2-Minuten-Intervall möglich. Selbstverständlich planen die Wiener Linien für den Fall, dass Spiele später enden (Verlängerung, Elfmeter), eine entsprechend längere Betriebsdauer für die Stadionverkehre und deren Anschlusslinien ein.

Fangruppenteilung
Wie schon erfolgreich in Berlin angewendet, werden die Besucher beim Match in 2 Fangruppen unterteilt, d.h., die Fans der gegnerischen Fußballmannschaften haben eigene Zu- und Ausfahrtswege mit extra Abstellplätzen (Bereich Messe Süd bzw. Bereich Hauptallee / Lusthaus / Freudenau – gerechnet wird mit ca. 450 Bussen insgesamt).

Für alle übrigen Nutzergruppen wurden die UEFA-Wünsche in das Stadionumfeld integriert. Auch für diese Stadionbesucher sind entsprechende Zu- und Ausfahrtsrouten vorgesehen. Darüber hinaus werden Vorfahrtsbereiche gekennzeichnet und eigene Zugänge von den Parkplätzen zur äußeren Sicherheitszone errichtet.

Verkehrskonzept Fanzone
Der Veranstaltungsbereich umfasst:
• Rathauspark
• Wiener Ringstraße von Grillparzerstraße bis Burgtor
• Heldenplatz (Geh- und Grünflächen)
Gerechnet wird mit ca. 100.000 Besuchern an den Spieltagen.

Der motorisierte Individualverkehr (PKW, Motorrad, Moped) wird großräumig umgeleitet und über Babenbergerstraße / Zweier-Linie/ Universitätsstraße geführt. Für die Radfahrer, Fiaker, Stadtrundfahrten und Taxis werden neue Standplätze bzw. Routen definiert.

Als Zubringer zur Fanzone sollen im Wesentlichen die öffentlichen Verkehrsmittel fungieren, hier insbesondere die U-Bahn-Linien U2 und U3.

Im unmittelbaren Bereich der Fanzone wird der Öffentliche Verkehr
unterbrochen werden, d.h. die Ringlinien werden nur bis zum
Schottentor bzw. Schwarzenbergplatz / Karlsplatz fahren. Die
Straßenbahnlinie D wird über den Kai geführt, die Linie J endet
temporär am Gürtel (Schienenersatzverkehr bis zur Bellaria). Alle
übrigen Straßenbahn- und Buslinien können nach jetzigem Stand
unbehindert fahren.

Die Wiener Linien werden sich nicht nur an den Spieltagen, sondern während der gesamten Veranstaltung auf ein erhöhtes Fahrgastaufkommen einstellen. Das erfordert Verstärkungen im Linienbetrieb. So werden alle U-Bahn-Linien während der gesamten drei Wochen der EM 08 im Abendverkehr im 5-Minuten-Takt unterwegs sein. Deutlich kürzere Abend-Intervalle als üblich (7,5 statt 15 Minuten) wird es auch auf einer Reihe von Straßenbahnlinien wie etwa 38, 43, 46 und 49 geben. Auch das Nachtverkehrsangebot wird je nach Bedarf verstärkt.

Buskonzept Fanzone: Gerechnet wird mit ca. 300 Bussen an Spieltagen. Darum ist es wichtig, bestimmte Fahrrouten vorzugeben und ein dementsprechendes Areal an Parkplätzen einzurichten.


VerkehrsVerbund Ostregion VOR

Wien ist EUROfit
Die Fußball-Europameisterschaft 2008 rückt näher – und damit steigt auch auch die Spannung. Und zwar nicht nur bei den Fußballfans, sonder auch bei den Gastgebern. In der Hotellerie, bei den Gastronomen, den Einsatzkräften und vor allem bei jenen, die für eine möglichst reibungslose Logistik sorgen sollen.

Für Wien sind Großereignisse kein Novum. Alljährlich am Stadtsilvester werden in nur einer Nacht 700.000 Gäste gemanagt. Beim Donauinselfest sind es in drei Tagen drei Millionen Besucher. Logistisch und organisatorisch klappt dabei alles reibungslos. Zur 13. Fußball-EM von 7. bis 29. Juni werden 1,6 Millionen Gäste erwartet, dazu kommen die Fans aus Österreich. Nicht nur die Hotelbetten in Wien werden zur Gänze ausgebucht sein, auch im Umland herrscht bereits rege Nachfrage nach Nächtigungsmöglichkeiten. Für die Partnerunternehmen im Verkehrsverbund Ost-Region bedeutet dies eine besondere Herausforderung inmitten des internationalen Rampenlichtes.

Das EURO-Netzwerk
Der Hauptanteil der Transportleistung wird auf die Schnellverkehrslinien von U-Bahn und S-Bahn, die auch die Stadt mit dem Umland verbinden, entfallen. Da passt es gut, dass die Wiener schon am 10.Mai ein neues U-Bahn-Teilstück erhalten. Mit der Verlängerung der jetzigen U2 kommen zu den bestehenden sechs Haltestellen fünf weitere hinzu. Auf die momentane Endstation „Schottenring“ wird dann „Taborstraße“, „Praterstern“, „Messe“ „Trabrennstraße“ und schließlich die Station „Stadion“ folgen, der während der EURO die kurzzeitig größte Aufmerksamkeit zuteil wird. Sie befindet sich 150 Meter entfernt vom Stadion und ist vom Karlsplatz in 14 Minuten zu erreichen. Bis zu 35.000 Fans können innerhalb einer Stunde mit der U2, die der einzige Zu- und Abbringer zum Stadion ist, abtransportiert werden.

Für die Fans werden alle U-Bahn-Linien im Abendverkehr verstärkt und bis 2 Uhr früh ausgedehnt; dies gilt auch für die an die Fanmeile angrenzenden Straßenbahnlinien. Andererseits muss der Betrieb bestimmter Linien, bedingt durch die Errichtung der Fanmeile, auch eingeschränkt werden. Diese Maßnahmen treten frühestens ab 1.6., spätestens ab 7.6. in Kraft, Dauer bis mindestens 29.6., voraussichtlich einige Tage länger.

Die ÖBB verstärken ihr Angebot sowohl innerstädtisch als auch von und nach Wien. Auf der S-Bahn-Stammstrecke Wien Meidling – Wien Floridsdorf ist bereits im Bestandsverkehr eine hohe Taktdichte gegeben, alle Züge werden in Doppeltraktion unterwegs sein. Zusätzlich wird ein Nachtverkehr im 20-Minuten-Takt während der gesamten EURO eingerichtet. Richtung Wr. Neustadt, Gänserndorf, Mistelbach, Stockerau, Bratislava, Bruck/Leitha sind die Züge im Stundenintervall ebenfalls die ganze Nacht unterwegs. Auf S-Bahnen auf der Westbahnstrecke, der Franz-Josefs- Bahn, der Vorortelinie in Wien und Richtung Flughafen wird der Taktverkehr bis ca. 2.00 Uhr während der gesamten EURO ausgedehnt, nach vielen weiteren Destinationen werden an Spieltagen zusätzliche Züge nach Ende des Bestandsverkehrs eingesetzt. Auch auf allen anderen Verbundlinien wird das Angebot bedarfsgerecht angepasst, Flexibilität ist hier gefragt.

Tickets und Info
Für einen attraktiven Öffentlichen Verkehr bedarf es neben einem gut ausgebauten Leistungsangebot auch eines optimalen Ticketsortiment sowie Information nach dem neuesten Stand der Technik. In Wien können die Besucher zwischen einem 24-, 48- und 72- Stunden EURO-Ticket wählen, für die gesamte Ostregion (Wien, Niederösterreich und Burgenland) wird ebenfalls ein 24-Stunden- Ticket angeboten. Die Host-City-Tickets der ÖBB, die rund um die Spiele für eine Hin- und Rückfahrt von einem beliebigen Ort inkl. Stadtverkehr gültig sind, runden das Angebot ab. Alle Infos über Fahrpläne und Tarife sind in Kürze auf der Homepage des Verkehrsverbundes Ost-Region www.vor.at verfügbar.


Österreichische Bundesbahnen ÖBB
UEFA EURO 2008 in Wien: Die ÖBB sind vorbereitet!
Vom 7. bis 29. Juni ist Wien eine der „Host Citys“ der Fußball-Europameisterschaft. Seit der Auslosung am 2. Dezember steht fest: Wien wird Austragungsort der Gruppenspiele mit Österreich, Polen, Kroatien und Deutschland – eine besondere Herausforderung, da damit zu rechnen ist, dass die Anreise zu den Spielen dieser Teams zu einem großen Teil per Bahn gemacht wird. Die ÖBB haben jedoch ihre Hausaufgaben gemacht und freuen sich auf die Herausforderung!

Immer gut unterwegs: Tausend zusätzliche Zugsverbindungen in Wien
Während der UEFA EURO 2008 werden vermehrt Züge und Busse verkehren, und alle Züge werden mit maximaler Länge geführt. Allein im Großraum Wien wird es 1000 zusätzliche Zugsverbindungen geben – das sind mehr als die Hälfte aller österreichweit zusätzlich angebotenen Zugsverbindungen. Konkret heißt das: Je 132 mehr Zugsverbindungen auf der Nordbahn, auf der Laaer Ostbahn, der Nordwestbahn und der Ostbahn, 157 auf der Südbahn sowie 132 auf der Ostbahn. Weiters werden in der gesamten Ostregion (Wien, Niederösterreich, Burgenland) insgesamt 8.600 zusätzliche Busfahrten angeboten, die Mehrzahl davon durch Busfahrten der „Vienna Airport Lines“.

Außerdem wird während der gesamten Veranstaltungsdauer auch in der Nacht durchgefahren – also „permanenter Silvestervekehr“ an 23 Tagen!

Immer gut informiert
In Österreich werden während der UEFA EURO 2008 rund 2 Mio. Fußballfans und Touristen erwartet, fast die Hälfte davon kommt nach Wien. Viele von ihnen werden umweltfreundlich mit der Bahn reisen – eine große Chance und Herausforderung für die ÖBB!

Die ÖBB werden alles tun, damit sowohl die Stammkunden als auch die Fußballfans und Touristen während der Veranstaltung so angenehm wie möglich mit der Bahn fahren können. Seit 23. Jänner werden informative Imagefolder in den großen Wiener Bahnhöfen – Westbahnhof, Südbahnhof, Praterstern, Meidling [ RS - THEMA ] 20 Regionale Schienen 1/2008 und Franz Josefs Bahnhof – verteilt. Weiters wird regelmäßig über Zug- und Busverkehre sowie alle Aktivitäten rund um's Bahnfahren informiert.

Während der Europameisterschaft sorgt speziell ausgebildetes Personal in „Welcome Desks“ am Wiener Südbahnhof und Bahnhof Praterstern dafür, dass keine Fragen der Touristen und Fans zum Verkehrs- und touristischen Angebot rund um die Europameisterschaft unbeantwortet bleiben. Sprachlehrer der Wiener Volkshochschulen tragen dafür Sorge, dass durch Simultanübersetzung in die Zielsprachen die Auskünfte auch tatsächlich verstanden werden.


 

KÄRNTEN

Österreichische Bundesbahnen ÖBB
Kärnten ist fußballfit
Die UEFA EURO 2008TM ist für Kärnten eine wichtige Herausforderung und Chance. Die ÖBB und der Postbus nehmen auch in Kärnten diesen Ball auf und rüsten sich für die Spieltage mit mehr Bussen und Zügen und erweitern umfassend ihr Angebot mit zusätzlichen Fahrtmöglichkeiten.

Verstärkung der Verkehrsdienstleistungen
Alleine der Postbus bringt während der Spieltage täglich bis zu 45 Busse zusätzlich zum Einsatz und bewältigt dadurch über 5.000 zusätzliche Busfahrten zum fahrplanmäßigen Programm. Auch auf der Schiene planen die ÖBB umfassende Verstärkungsmaßnahmen ein und bringen pro Spieltag zusätzliche Kapazitäten von über 30.000 Fahrtmöglichkeiten.

Mit diesem Leistungspaket sichern die ÖBB und der Postbus nicht nur die Fahrtmöglichkeiten für Pendler und Schüler nachhaltig ab, sondern erweitern auch entschieden das Angebot für die UEFA EURO 2008TM. Eine Veranstaltung dieser Dimension ist eine besondere Herausforderung für die ÖBB als größten Mobiltätsdienstleister Österreichs. Über diese erweiterten Kapazitäten hinaus sorgen Reservezüge und zusätzliche Postbusse für die Spitzenabdeckung und stehen auch für außergewöhnliche Betriebssituationen bereit.

Änderung des Busliniensystems in Klagenfurt
Während der UEFA EURO 2008TM wird in der Landeshauptstadt Klagenfurt auch das Busliniensystem im Rahmen eines eigenen Verkehrskonzeptes geändert. Auch die Postbus-Linienbusse werden über den Ring in einem Einbahnsystem im Uhrzeigersinn geführt. Zusätzliche Haltestellen für den Shuttle-Verkehr zum Stadion werden in der Nähe der Public-Viewing-Zonen eingerichtet. Dadurch werden besonders kurze Intervalle für den Busverkehr in Klagenfurt ermöglicht.

Umfassendes Leistungsprogramm während der
UEFA EURO 2008TM

Die Beschlüsse der Kärntner Landesregierung ermöglichen auch eine umfassende Erweiterung der Verkehrsdienstleistungen mit Bahn und Bus über die Spieltage hinaus. Die detaillierten Fahrpläne sind bereits in Ausarbeitung und liegen noch im Februar 2008 vor.Vom 7. 6. 2008 bis einschließlich 18. 6. 2008 trägt dieser verstärkte Öffentliche Verkehr entscheidend zur Entlastung der Straßennetze bei. Zusätzlich plant die Verkehrsverbund Kärnten GmbH ein regionales Kombiticket für Gäste in Kärnten. Die besonders günstigen Tarifangebote der Kärntner Linien bieten zusätzliche Anreize für die Nutzung von Bahn und Postbus.


 

Mit den Öffis zur
UEFA EURO 2008

Mag. Thomas BERGER – Österreichische Bundesbahnen ÖBB
Die Fußball-Europameisterschaft wird alles in den Schatten stellen, was bislang in Österreich veranstaltet wurde. Millionen Menschen werden unsere Stadien und Städte besuchen – eine enorme Herausforderung für die gesamte Infrastruktur, insbesondere für die Mobilitätsdienstleister.

Die ÖBB haben sich seit Jahren gewissenhaft auf die UEFA EURO 2008 vorbereitet; ein eigenes Projekt-Team wurde ins Leben gerufen, und der ganze Konzern zieht gemeinsam an einem Strang. Das ist auch notwendig, da in jeder Hinsicht umfangreiche Vorbereitungen zu treffen sind.

Mobilität findet statt
Mit den ÖBB hat die UEFA einen natürlichen Partner für den weltweit drittgrößten Event gewonnen. „Natürlich“ im Sinne von „logisch“ – die ÖBB sind größter Mobilitätsdienstleister in Österreich und bei einer Veranstaltung wie dieser nicht wegzudenken; natürlich im Sinne von „umweltfreundlich“ – die Belastungen auf der Straße werden während der UEFA Euro 2008 extrem werden. Hier bietet der öffentliche Verkehr in ganz Österreich sinnvolle, und vor allem umweltschonende und nervensparende Alternativen an.

Mobilität findet statt Mit den ÖBB hat die UEFA einen natürlichen Partner für den weltweit drittgrößten Event gewonnen. „Natürlich“ im Sinne von „logisch“ – die ÖBB sind größter Mobilitätsdienstleister in Österreich und bei einer Veranstaltung wie dieser nicht wegzudenken; natürlich im Sinne von „umweltfreundlich“ – die Belastungen auf der Straße werden während der UEFA Euro 2008 extrem werden. Hier bietet der öffentliche Verkehr in ganz Österreich sinnvolle,und vor allem umweltschonende und nervensparende Alternativen an.

Insgesamt stellen die ÖBB während der UEFA EURO 2008 rund 2,4 Millionen zusätzliche Sitzplätze in Bahn und Bus zur Verfügung. Für dieses Mobilitätsangebot werden alle Ressourcen genutzt. Wartungsintervalle werden vorgezogen,um bei der Veranstaltung annähernd 100 % Waggonverfügbarkeit sicherstellen zu können – für kleine Reparaturen wird das mobile Serviceteam deutlich aufgestockt. 200 Busse werden schon vorab geliefert, um bei der UEFA EURO 2008 zur Verfügung zu stehen. Und schließlich werden auch rund 55 Waggons für die Zeit der Veranstaltung von der Deutschen Bahn angemietet.
 


17 von 382 Taurus-Lokomotiven sind als Botschafter der Mobilität
in den Landesfarben der an der UEFA EURO 2008 teilnehmenden
Nationen gestaltet Foto: ÖBB

Kundeninformation steht im Vordergrund
Eine durchgängige Kampagne von Jänner bis Juni wird österreichweit die Kunden über die Aktivitäten der ÖBB im Detail informieren. Schon im Dezember wurden eine eigene Fußball-Hotline und eine spezielle EURO-Homepage gelauncht. Auf der Homepage sind nicht nur aktuelle Berichte rund um die UEFA-Euro 2008 und der EURO-Fahrplan abrufbar, sondern auch die Angebote online zu buchen sowie der Fahrplan der ÖBB-Länder-Loks einsehbar.

Während der Veranstaltung werden auf den Bahnhöfen der Host- Cities „Welcome Desks“ für die Fußball-Touristen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden die ÖBB auch alle internationalen Gäste mit Native-Speakern betreuen können, die im Rahmen einer Kooperation mit den Volkshochschulen auf den Bahnhöfen mit Rat und Tat bereit stehen werden.

Botschafter der Mobilität
Die 382 Taurus-Loks sind das Rückgrat der ÖBB-Lokflotte und stellen die modernste Lok-Flotte Europas dar. Für jeden Teilnehmer der UEFA EURO 2008 haben die ÖBB eine Lok speziell in den Landesfarben gestaltet. Insgesamt werden im Vorfeld und vor allem während der Veranstaltung 17 EM-Loks auf den Strecken Europas als Botschafter der Mobilität unterwegs sein.

Info-Box – Ihr Weg zur UEFA EURO 2008
Fußball-Hotline: 0810/222700 (Österreichweit zum Ortstarif) Internet:www.oebb.at/euro2008
 

EURO 2008: Schaffnerlos - Züge ohne Kontrolle

In den Zügen und auf den großen Bahnhöfen könnte es während der EURO 2008 nicht nur eng, sondern auch gefährlich werden. Zu den jährlich transportierten 443 Mio. Bahnkunden kommen während des Turniers vom 7. bis 29. Juni weitere zwei Millionen ÖBB-Passagiere hinzu.

„Wir schaffen für diesen Mega-Event in den Zügen und den Postbussen etwa 2,4 Millionen Sitzplätze zusätzlich. Der Fahrplan wird um 2.000 Fahrten aufgestockt“, erklärt Josef Halbmayr, Vorstand der ÖBB-Personenverkehr AG. Um diese Kapazität zu erreichen, müssen 65 Loks von der deutschen Bahn angemietet werden. Zusätzlich wird das gesamte verfügbare Wagenmaterial auf Schiene gestellt.

Wer diese Züge und Busse fahren, begleiten und auch warten wird, bleibt allerdings offen. Denn laut ÖBB gibt es keine Urlaubssperre. „Wir setzen auf eine freiwillige Urlaubsanpassung“, so Holding-Sprecher Thomas Berger. Das bedeutet, dass auf den guten Willen und auf die Motivation der ÖBB-Mitarbeiter vertraut wird. Diese aber wollen sich das Kicker-Spektakel nicht entgehen lassen und wollen in den Urlaub gehen. Es droht ein peinlicher Personalengpass. Beispiel Zugbegleiter: Die ÖBB denken daran, Hunderte Personenzüge während der EURO ohne Zugsbegleitung (Schaffner) fahren zu lassen. Nächtliche, voll besetzte Risiko-Züge, etwa von der Wiener Fanzone nach Niederösterreich oder in das Burgenland, würden ohne Aufsicht unterwegs sein. Vandalismus, Randale und Krawalle in den Zügen sind somit programmiert.

„Aufrechterhaltung der Sicherheit ist Aufgabe der Exekutive. Wir stehen in engem Kontakt mit der Polizei“, delegiert Halbmayr den Sicherheitsaspekt an das Innenministerium. Außerdem, so der ÖBB-Manager weiter gibt es in vielen Talent- Nahverkehrszügen Video-Überwachung. Sollte ein Nahverkehrszug doch mit einem Schaffner besetzt sein, so hat er den Auftrag via Handy die Polizei zu verständigen. Frühestens in der nächsten Station sollen die zugestiegenen Polizisten dann für Ruhe sorgen.

Die ausgewiesenen Fan-Züge zur EM-Vorrunde aus Deutschland, Polen und Kroatien allerdings werden streng bewacht und begleitet. Auch von Kriminalbeamten. „An den Landesgrenzen werden diese Garnituren von uns übernommen. Hier schätzt die Polizei in Kooperation mit den Kollegen des jeweiligen Landes das Risiko-Potenzial ein“,weiß Halbmayr.

Gleiches gilt für die Bahnhöfe.Vor allem in Wien und Klagenfurt könnten rivalisierende Anhänger-Gruppen bei der Ankunft und/oder Abfahrt aufeinander treffen. Hermetisch abgeriegelte Korridore sollen die Sicherheit garantieren.

Paul G. LIEBHART
 


 

SCHWEIZ

Christian Buchmann, Schweizer Bundesbahnen SBB
Die SBB hat die Weichen für die UEFA EURO 2008™ gestellt

Mit der Gruppenauslosung der Euro 2008 am 2. Dezember 2007 in Luzern sind die Eckpfeiler des Großereignisses gesetzt. Auch die SBB sind in der letzte Phase ihrer Planung. Für die erwarteten Matchbesucherinnen und -besucher und weitere Gäste ist ein umfangreiches Zusatzangebot vorgesehen. Rund 2.500 Extrazüge, 1.500 zusätzliche Kundenlenkerinnen und Kundenlenker, spezielle EURO-Fahrausweise und Services an den Host-City-Bahnhöfen sollen die Fussball-EURO zur ÖV-EURO werden lassen.

Unter dem Motto „Mehr Zug aufs Tor“ will die SBB zusammen mit Ihren Partnern des öffentlichen Verkehrs an der Euro 2008 möglichst viele Besucherinnen und Besucher zu den Spielen in den Stadien, in die Host Cities, zu den Public Viewings und zu touristischen Highlights in der Schweiz fahren. Dabei gilt jedes Matchticket gleichzeitig als Hin- und Rückfahrtsticket mit dem öffentlichen Verkehr – dies sogar länderübergreifend für die Schweiz und Österreich. Es ist dies das erste Mal, dass ein Sportanlass von dieser Größenordnung von einer integrierten ÖV-Lösung profitiert.

Weiters bietet die SBB auch Besucherinnen und Besuchern ohne Matchticket attraktive Spezialbillette für die Zeit der Euro 2008, so zum Beispiel das UEFA-EURO-2008TM-Generalabonnement oder das UEFA-EURO-2008TM-Halbtax, welche für den ganzen Monat Juni ausgestellt werden. Angebote zu reduzierten Preisen laden insbesondere die Besucher aus dem Ausland ein,ihren Aufenthalt in der Schweiz zu verlängern, um nebst dem Fußballfieber auch bekannte Schweizer Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

2.500 Extrazüge
Die Schweiz erwartet im Juni 2008 bis zu 5,4 Millionen Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland. Um die anfallenden Frequenzen zu bewältigen, ist eine umfassende Verkehrsplanung unabdingbar. Mit der Gruppenauslosung sind die Spielorte der Mannschaften bekannt,womit auch die Mengenströme abgeschätzt werden können und das entsprechende Angebot im Detail geplant werden kann. Das Ziel der SBB ist es, allen Besuchern eine An- und Rückreise zu den Spielen und den Public Viewings ohne Stau- und Parkplatzprobleme zu ermöglichen.

Um das hochgesteckte Ziel zu erreichen, setzt die SBB während der Euro 2008 rund 2.500 Extrazüge ein. Bis 150 Minuten nach Schlusspfiff wird ein erweitertes Zugsangebot die Fans von den Host Cities in die größeren Städte und die Regionen der Schweiz fahren. In den Regionen der Host Cities bringen die S-Bahnen die Fans während drei Wochen rasch, bequem und vor allem rund um die Uhr in die Stadt und wieder nach Hause. Das bewährte Wochenend-Nachtnetz des Zürcher Verkehrsverbundes fährt während der Euro 2008 im Stundentakt während 23 Nächten. In Basel wird während drei Wochen ein ähnliches Nachtnetz eingeführt. In Genf und Bern verkehren die Züge mindestens in allen Nächten, in denen Spiele in der Schweiz stattfinden, ebenfalls durchgehend im Stundentakt, in allen anderen Nächten wird der Betrieb bis mindestens zwei Uhr angeboten.

Nebst einem hohen Anteil im nationalen und regionalen Verkehr strebt sie SBB an, ausländische Besucher zur Reise mit dem Zug zu bewegen. Dazu werden aus Österreich, Frankreich, Italien, Deutschland, Tschechien und Holland verschiedene Zusatzzüge eingesetzt. Den Gästen aus dem Ausland stehen dafür spezielle Tickets, insbesondere die UEFA-EURO-2008TM-Swiss- Card (vergünstigtes Halbtax plus zwei Transfers) oder der kombinierte InterRail Austria Switzerland Pass zur Verfügung. Die Vermarktung im Ausland wird zusammen mit Schweiz Tourismus umgesetzt.

Infrastruktur als Basis des Erfolgs
Der Großevent EURO 2008 und das geplante Angebot kann nicht ohne die entsprechende Infrastruktur bewältigt werden. Im Vorfeld der EURO 2008 werden deshalb zusätzliche Bauten erstellt wie z.B. eine neue Haltestelle im Raum Basel (Salina Raurica) im Rahmen einer „Park + Rail“ Anlage. Für die Kundeninformation werden Lautsprecheranlagen erweitert, Perronanzeigen montiert und neue Wegweisungen beschildert.


Bei bis zu 100.000 Besucherinnen und Besucher an einem Tag werden die Bahnhöfe während der EURO 2008 teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Foto: SBB

Damit der Betrieb in den Betriebsleitzentralen, Fernsteuerzentren und Stellwerken sichergestellt werden kann, müssen zusätzliche Arbeitsschichten eingeteilt werden. Für das schnelle Eingreifen bei Störungen an den Spieltagen wird das Personal der technischen Dienste praktisch verdoppelt. Zusätzlich steht eine Sondergruppe von Spezialisten bereit um technische Probleme in der ganzen Schweiz sofort zu lösen.Während der EURO 2008 treffen einander die Planer und Besteller der Leistungen täglich in einer Verkehrsmanagementzentrale, um laufend das Angebot zu optimieren und die Planung anzupassen. Hier werden Lösungen gesucht, um die Verkehrsbedürfnisse auf dem Schienennetz für alle Beteiligten zu befriedigen.

Service-Leistungen für die EURO-2008-Gäste
Die funktionierende Infrastruktur,genügend Züge und attraktive Fahrausweise genügen nicht, um die Besucher der EURO 2008 exzellent zu betreuen. An einigen Spieltagen werden weit über 100.000 Besucher in die Host Cities strömen, um die Spiele im Stadion oder im Public Viewing zu verfolgen. Ein Großteil der Besucher wird mit dem ÖV anreisen, was zu einem riesigen Ansturm in den Bahnhöfen führt. Damit sich die Gäste trotzdem willkommen fühlen und schnell und sicher den Weg finden, setzt die SBB rund 1500 Kundenbetreuer, vorwiegende Mitarbeitende aus den zentralen Arbeitsbereichen, ein. In den vier Bahnhöfen der Host Cities Basel, Bern, Genf und Zürich sowie in den Flughafenbahnhöfen Genf und Zürich können sich die Besucher zusätzlich an den Welcome Desks über das ÖV-Angebot, die Veranstaltung sowie über die jeweilige Stadt informieren. In den wichtigsten Bahnhöfen der Schweiz wird eine zusätzliche Signalisation installiert, welche den direkten Weg ins Stadion und in die Fanzone weist.

Neben den normalen Serviceleistungen wird in den Bahnhöfen Basel, Bern, Genf und Zürich der Gepäckeinstellservice ausgebaut. Besuchern können somit ihr Reisegepäck da deponieren, wo sie ankommen und später die Host City wieder verlassen. Dazu werden große zusätzliche Gepäcklager in den Bahnhöfen oder in Bahnhofsnähe betrieben.

Um die Mitarbeitenden auf die große Herausforderung der EURO 2008 vorzubereiten, werden spezifische Schulungen angeboten. Ab März werden rund 6.500 Verkäuferinnen und Verkäufer, Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter sowie Mitarbeitende aus den zentralen Bereichen, welche sich für einen Einsatz in der Kundenbetreuung zur Verfügung gestellt haben, die SBB-interne EURO-Schulung besuchen und sich auf ihren Einsatz vorbereiten, um im Juni 2008 die Besucher aus ganz Europa zu begrüßen.
 


Während der EURO 2008 werden gesamthaft 1.500 Kundenbetreuer den Besuchern zur Verfügung stehen. Foto: SBB

Fahrplan ab 1. April
Die Reise an die EURO 2008 beginnt für den Besucher schon einige Wochen oder sogar Monate im Voraus mit der Reiseplanung. Auch da wollen die SBB rechtzeitig bei den Kunden sein und dafür sorgen, dass die Reise mit dem öffentlichen Verkehr angetreten wird. Für die Information der Besucherinnen aus dem Inund Ausland setzen die SBB auf einen kompetenten Internetauftritt. Auf www.sbb.ch/euro08 werden sämtliche Informationen in einem attraktiven Auftritt gesammelt. Herzstück der Seite ist der Travel Planner, eine interaktive Schweizerkarte, welche alle Orte, Public Viewings, Events, Stadien und Ausflüge während der Euro 2008 aufzeigt. Ab dem 1. April können zudem die speziellen Euro 2008 Fahrausweise über das Web gekauft werden. Ein individueller Reiseführer kann zusammengestellt werden. Der spezielle Fahrplan mit allen Extrazügen und Nachtverbindungen für die EURO 2008 wird ebenfalls am 1. April 2008 online zur Verfügung stehen und an den Bahnhöfen in einem handlichen Format aufliegen.

Eine große Chance, viele Herausforderungen
„Der Juni 2008 wird uns vor eine noch nie da gewesene Herausforderung stellen. Während 23 Tage werden wir jeden Tag eine Großveranstaltung zu bewältigen haben und dazu den täglichen Pendlerverkehr“, fasst Barbara Häni, die Gesamtprojektleiterin Euro 2008 der SBB, die Aufgabe der SBB während der EURO 2008 zusammen. Dabei entscheiden aus Sicht der Kunden vor allem die Leistungen, Sicherheit, Sauberkeit und Pünktlichkeit darüber, ob die SBB der Herausforderung gewachsen ist und den gewohnten Standard bieten kann. Barbara Häni nennt folgendes als Schlüssel zum Erfolg: „Damit wir durch unsere operative Excellenz brillieren werden, braucht es von jedem Einzelnen von uns viel persönliches Engagement, viel persönliche Extraleistung und viel Herzlichkeit. Nur wenn wir uns auf unsere Gäste freuen, bereit sind, den zahlreichen nicht bahngewohnten Fussballfans aktiv unsere Infos anzubieten, nur dann werden wir unseren guten Ruf, unser gutes Image noch positiver gestalten und in ganz Europa ja sogar in die ganze Welt tragen“.
 

 


OBEN: Lok-Taufe der UEFA Lok am 13.10.2007 im Bahnhof Zürich, mit Bundesrat Samuel Schmid (Bild Mitte)
UNTEN: So wie die ÖBB setzen die SBB ihre Lokomotiven 2000
(Re 460) als Botschafter für die EURO 2008 ein Fotos (2): SBB

 

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